Category: FAQ


Die Klinischen Fachspezialisten nehmen an den internen ärztlichen Weiterbildungen teil und erhalten regelmässig ein Coaching durch die betreuenden Ärzte. Punktuell werden externe Weiterbildungen zur spezifischen fachlichen Vertiefung besucht.

Gemeinsam mit einer Fachhochschule (ZHAW) wurde ein interdisziplinärer Lehrgang (CAS) erarbeitet (Start: Februar 2017).

Der Lehrgang steht für verschiedene Fachgebiete und auch für Ärzte offen.

Die Weiterbildung ist in drei Module gegliedert: - Medizinische Grundlagen - Information – Kommunikation – Koordination «vom Eintritt bis zum Austritt» - Betriebliche und wirtschaftliche Aspekte – Organisation – Administration
Im Rahmen der Projektarbeit wurde eine umfassende rechtliche Abklärung durchgeführt. Das Ergebnis bestätigt die Möglichkeit zur Einführung der neuen Funktion.

Grundsätzlich liegen die Kompetenzen der Klinischen Fachspezialisten in delegierten medizinischen Aufgaben und in der Umsetzung des Behandlungsplans.

Die definierten Behandlungsprozesse und Leitlinien der Kliniken gelten dabei als verbindliche Vorgaben. Die klinischen Fachspezialisten arbeiten unterstützend und übernehmen delegierte medizinische Aufgaben unter ärztlicher Aufsicht.

Die Verantwortung der Behandlung liegt beim behandlungsverantwortlichen Arzt. Der Kompetenz- und der Wissenserwerb im Unternehmen und in der Weiterbildung definieren die zusätzlichen Kompetenzen. Die konkrete Kompetenzerteilung erfolgt durch den jeweiligen Betrieb.
Die Delegation der medizinisch-ärztlichen Aufgaben an speziell befähigtes nichtärztliches Personal kann grundsätzlich auf andere Fachbereiche übertragen werden.

Zudem beschränkt es sich nicht auf den Spitalkontext, sondern kann genauso im ambulanten und prästationären Bereich realisiert werden.

Die Erweiterung der Arbeitsfelder der Pflege durch die Übernahme von medizinischen Aufgaben wirkt sich auf die Nachfrage nach Ärzten aus.

Durch die Steigerung der Attraktivität des Berufsbildes der Pflege wird die Verweildauer am Arbeitsplatz erhöht. Zudem werden Entwicklungsmöglichkeiten für Pflegende mit Abschluss an einer Fachhochschule geschaffen.

Sofern sich die Funktion etabliert, werden voraussichtlich auch die tariflichen und rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die Ausbildungen vermehrt auf die neue Auf-gabe ausgerichtet.